Wie üblich, bei besonderen, oder tragischen Ereignissen, weiß man noch genau, was man an dem Tag, an dem es passiert ist, im Großen und Ganzen gemacht hat. So auch bei mir am 11. September 2001. Es war ebenfalls ein Dienstag, und ich hatte ebenfalls frei, so wie heute. Am frühen Nachmittag bin ich einkaufen gegangen. Zu einem Supermarkt, der zu Fuß eine halbe Stunde von mir daheim entfernt ist. Auf dem Heimweg begegnete ich meinem Versicherungsagenten (*g*), der mich mit seinem Auto den Rest des Weges heim fuhr. Nach Verräumen des Einkaufes schaltete ich den Fernseher ein und es dauerte nicht lange, da sah ich eine Sondersendung über die Terroranschläge. Kurz darauf begab ich mich in eine Bankfiliale in der Innenstadt, wo ich auf CNN die Berichterstattung weiter verfolgte. Einer meiner Freunde traf sich mit mir dort und wir sahen uns die live-Bilder gemeinsam an.

Auch heute frage ich mich, wie es denn wohl gelaufen wäre, hätte ich mein Vorhaben, im September 2001 wieder Urlaub in den USA zu machen, verwirklicht. Nun wäre ich wohl kaum am 11. September 2001 um acht Uhr früh im World Trade Center gewesen. Was hätte ich denn als Tourist auch um diese Zeit dort tun sollen? Ich wäre entweder an einem früheren Tag dort gewesen, oder hätte vor gehabt, an einem späteren Tag dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. 1996 und 1997 habe ich die Gelegenheit nicht genutzt. Jetzt wird es mir für immer verwehrt bleiben. Im schlimmsten Fall wäre ich zum Frühstücken in Manhatten gewesen. Vielleicht sogar im Windows of the World. In dem Fall wäre ich jetzt wohl nicht hier, um diesen Eintrag zu schreiben.