January 2010


Sonntag, 31. Januar 2010, 22:50 Uhr:

Am ersten Morgen, nach dem Frühstück, begaben wir uns zum vereinbarten Treffpunkt. Oben bei der Gipfelstation fuhren wir zunächst selbständig ab. Unten weiter, an einer Geländekante wurde die “Spreu vom Weizen getrennt”. :D
Ich landete in einer Gruppe für mässig Fortgeschrittene. Anfangs bekamen wir etwas Theorie beigebracht, die wir sogleich umzusetzten versuchten. Was uns auch gut gelang. Das Wetter war an diesem Tag nicht so besonders. Teilweise sahen wir nicht einmal richtig die Piste. Und schon gar nicht Bodenunebenheiten. Sozusagen Blindflug. :)
Knapp unterhalb der Gipfelstation gibt es eine Geländekante, hinter der es steil bergab geht. Dort fuhren wir im Laufe des Tages hinunter. Anfangs war ich mir nicht ganz sicher, ob dahinter überhaupt eine Piste ist. Die ersten Meter waren hart und eisig, da der starke Wind den Schnee ständig abträgt. Plötzlich befanden wir uns inmitten einer Buckelpiste. Nicht alle “überlebten” diese Abfahrt ohne Sturz. Da wir aber nicht schnell unterwegs waren, passierte auch nichts.

Am zweiten Tag verbrachten wir schon mehr Zeit abseits der Pisten. :)
Unter anderem im Tiefschnee. Teils fuhren wir, teils purzelten wir die Hänge hinunter. :) Es war anstrengend aber auch lustig. Vor allem ist die Gefahr, sich weh zu tun, im seichten Gelände nicht so hoch.

Sonntag, 31. Januar 2010, 22:11 Uhr:

Wozu braucht man Skipisten, wenn man abseits davon viel mehr Spass hat? :D

Ich glaube, ich habe eine neue Leidenschaft entdeckt. Das Freeriden. Bei unserem Kurswochenende vom Alpenverein sind wir auch abseits der Pisten unterwegs gewesen. Im Tiefschnee steile Hänge abzufahren, über Almwiesen und durch Waldstücke zu fahren, das ist wahrlich ein kleines Stück Freiheit. :)

Los ging das “Abenteuer” Wintersport am Freitag Nachmittag. Interessant war für mich zu beobachten, dass mir, sobald ich mein Auto wieder hatte (wegen Haftpflichtschadens in der Werkstatt), wieder vermehrt gleiche Modelle begegneten. Das war in der Woche, in der ich mit dem Ersatzwagen unterwegs war, nicht bzw. kaum der Fall. In der Zeit von Mittag bis zu meiner Fahrt ins Mölltal nach Heiligenblut begegneten mir acht neuere Suzuki Swift. Zwei davon waren rot (einer mit weissen Streifenmuster), einer silber (oder weiss, bei dem Dreck nicht klar zu erkennen :) ), einer orange und vier waren blau, einer davon mit weissen Streifen. Mir ist schon vor längerer Zeit aufgefallen, dass ich kaum schwarze Modelle wie meinen sehe.

Während der Fahrt verlor ich zunehmend den Radioempfang (tief im Tal zwischen den Bergen ist kaum ein Sender zu erreichen). Also schaltete ich um auf CD. Als ich oben weiter im Mölltal wieder auf Radio umstieg, ertönte gleich als erstes Wolfgang Ambros mit “Ski foahn”. Wie passend, dachte ich mir. :D Irgendwo unterwegs bei einer Tankstelle sah ich im Vorbeifahren einen älteren Honda Civic mit Stufenheck in einer lässigen gold-schwarz Lackierung. Am Abend stand das selbe Auto, mit Villacher Kennzeichen, vor unserer Unterkunft. Sieh an, sieh an, dachte ich mir. :)

Untergebracht waren wir in einer Jugendherberge. Ich war in einem acht-Bett-Zimmer mit vier weiteren Leuten einquartiert. Die Zimmer haben dort alle Namen. Das Zimmer, in dem ich schlief, heisst Mt. Kenya. :) Die Betten sind eher klein gehalten. Da hätten Leute, die recht gross sind, so ihre Schwierigkeiten. Die Dusche, die wir benutzten, war noch enger. Darin konnte man sich kaum bewegen.

18:34 Uhr:

Morgen fahre ich nach Heiligenblut. Dort absolviere ich einen Skitechnikkurs vom Alpenverein. Bin gespannt, wie man mich dort einstuft. Bislang ist es mir beim Ski fahren recht gut ergangen. Mal schauen, wann ich dazu komme, das Snowboarden auszuprobieren.

20:34 Uhr:

Da denkt man sich, eine Tiefgarage ist ein sicherer Parkplatz, und dann ruft einen die Polizei an, weil jemand das Auto angefahren hat! Zum Glück hat sich der Unfallverursacher “gestellt”. Zettel in der Windschutzscheibe und zur Polizei ist er auch gefahren. Sonst wär ich auf dem Schaden sitzen geblieben. Mein Auto steht derzeit in der Werkstatt und wartet auf seine Genesung. Bekommt eine neue Beifahrertür und eine neue Lackierung (Hintertür und vorderer Kotflügel).

18:24 Uhr:

Heute war ich zum zweiten Mal skitourenmässig unterwegs. Beim Wegfahren daheim hatten wir trübes Wetter. Am Zielort angekommen schien bereits die Sonne. Im Skigebiet Innerkrems gings für ca. zwei Stunden den Berg rauf, bei herrlichem Sonnenschein. Oben Felle abgezogen, kleine Pause gemacht und in nicht viel mehr als zehn Minuten waren wir wieder im Tal. :) Der Aufstieg begann gegen 10:15. Wieder beim Auto war es nicht mal eins.

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