22:05 Uhr:
Das Pendeln ist in den letzten beiden Tagen zu einer Geduldsprobe geworden. Gestern hatte ich auf Grund einer grossen Veranstaltung in Velden und Umgebung eine “Sonderschicht”, von 14:30 bis 00:30. Da es ab 22:00 stündlich Shuttlebusse nach Villach gab, war dies kein Problem. Allerdings wurde ich auf einer Homepage etwas in die Irre geführt. Dort stand nämlich, dass die Busse von Velden BHF nach Villach fahren. Also bin ich nach Beendigung meiner Schicht bei noch leichtem Regen zu Fuss zum Bahnhof Velden hoch gegangen. Dort wartete ich in einem Buswartehäuschen auf die Ankuft. Als es bereits 01:15 war, vermutete ich bereits, dass etwas nicht stimmte. Wie sich herausstellte, fuhren die Busse nicht vom Bahnhof weg, sondern von einer grösseren Bushaltestelle im Ort. Also ging ich, bei nun starkem Regen (und ohne Schirm!) wieder runter in den Ort, wo ich bei genannter Haltestelle auch einige andere Wartende vorfand. Durch dieses, bei dem vorherrschenden Wetter doch etwas unangenehmen Missverständnis, kam ich eine Stunde später (um 03:00 statt um 02:00) ins Bett. Da ich heute bereits um 12:00 mittag wieder Dienstbeginn hatte, fiel der Schlaf etwas kurz aus. Dem entsprechend wachte ich auch auf, nämlich mit Kopfweh. Beim Warten auf den Bus leistete mir Frazer Gesellschaft. Als ich ihm sagte, dass ich trotz der späteren Heimfahrt noch genug Zeit zum schlafen bekäme, weil ich um 12:00 Mittag Dienstbeginn habe, drehte sich eine junge Frau vor mir um und sagte scherzhaft, was denn mit mir los sei, sie müsse schon um 09:00 wieder anfangen. Darauf meinte Frazer, dass ich aber gerade von der Arbeit käme. Sie daraufhin: “Oh, das ist ja was anderes.”
Heute war es ein entgleister Güterzug zwischen Villach und Föderlach, der die Geduld der Pendler etwas strapazierte. Ich ahnte nichts davon, als ich am Vormittag zum Bahnhof ging. Auf der Anzeige für die aktuellen Zugverbindungen sah ich dann, dass es in Richtung Klagenfurt Schinenersatzverkehr gibt. Dadurch verlor ich ungefähr zwanzig Minuten. Zum Glück wollte ich einen früheren Zug nehmen, sonst wäre ich sicher zu spät zur Arbeit gekommen. Da die Schnellzüge in Richtung Klagenfurt über Feldkirchen in Kärnten umgeleitet wurden, gab es für die Regionalzüge auch dorthin einen Schinenersatzverkehr. Auch am Abend musste ich den Zeitverlust hinnehmen, da die Streckenunterbrechung noch bestand.
In letzter Zeit ist der Wunsch nach einem eigenen Auto doch etwas grösser geworden.