November 2007
Monthly Archive
Wed 28 Nov 2007
Posted by Stefan under
TaxidriverNo Comments
18:46 Uhr:
Das war wohl die mit Abstand ereignisreichste Fahrt in meiner Taxi-Karriere. Es war die letze meiner Schicht und wie so oft, ging es nicht ohne Probleme ab. Anfangs schien alles in Ordnung, als ich den Betrunkenen aus einer unserer Stammkneipen abholte. Unterwegs kam ich durchs Reden drauf, dass er Stammkunde eines anderen Unternehmens ist, als unseres. Worauf ich ihn auch aufmerksam gemacht habe. Die Fahrt ging weiter zu einem Möbelhaus, wo ich einige minuten auf ihn warten sollte. als er zurück kam, wollte er mich auf einen Kaffee einladen. Aber in Anbetracht seines Zustandes (betrunken und übel riechend) und der Uhrzeit (es ging auf Dienstschluss zu) wehrte ich dankend ab und fuhr ihn zu dem von ihm angegebenen Ziel, wo er zu Hause ist. Dort angekommen fragte er mich, was er zu zahlen hätte und ich sagte ihm, dass die Fahrt €16,- ausmache. Er wiederum sagte, er bezahle nur €10,-. Worauf ich ihm sagte, nein, es macht €16,- aus. Da fingen die Probleme dann an. Er begann, wütend zu werden und da ich nicht nachgab, wurde er ausfallen. Er beschimpfte mich als “junge Sau” (er ist schätzungsweise 20 Jahre älter als ich), “Deppen”, “Hosenscheißer” usw. Schließlich sagte er, ich solle doch die Polizei holen. Da sagte ich ihm, dass ich sie nicht holen werde, sondern mit ihm dort hin fahren werde. Und immer wieder forderte ich €16,- von ihm und immer wieder weigerte er sich, den vollen Betrag zu zahlen. Natürlich fielen zwischendurch immer weitere Beschimpfungen. Irgendwann während dieser verbalen Auseinandersetzung verriegelte ich die Türen des Taxis, damit er mir nicht entwischen kann. Obwohl ich mir gleichzeitig dachte: hoffentlich wird er nicht handgreiflich.
Auf dem Weg zur Polizei wurde er wieder ruhig. Doch das änderte sich, als wir die Wachstube betraten. Obwohl der diensthabende Polizist ihn immer wieder aufforderte, nicht laut zu sein, erhob er immer wieder seine Stimme und behauptete wiederholt, es seien für die Fahrt vom Möbelhaus zu ihm nach Hause €10,- ausgemacht worden und dass er den ersten Teil der Fahrt bereits bezahlt hätte. Nichts von all dem stimmte. Ich wurde in der Wachstube allmählich ruhiger, in Anwesenheit der Polizisten, zuvor im Auto war ich doch recht ungehalten in anbetracht des Verhaltens meines Fahrgastes.
Der Polizist wollte einen Ausweis des Betrunkenen sehen, doch dieser war zuerst nur gewillt, ihm das Dokument zu zeigen und wollte es dem Polizisten anfangs nicht in die Hand geben. Da drohte ihm der Polizist mit einer Anzeige, wenn es dem Herrn lieber wäre. Die Daten des zahlungsunwilligen Fahrgastes wurden aufgenommen.
Anschließend wurde er aufgefordert, den offenen Betrag zu zahlen. Da er MIR den Betrag nicht aushändigen wollte, schlug der Polizist vor, dass er das Geld ihm (dem Polizisten) geben solle. Darauf ging der Betrunkene ein, mit den Worten, dass der Herr Polizist wohl in Ordnung sei. Mich bedachte er natürlich auch auf der Wachstube immer wieder mit Schimpfworten. Er behauptete sogar, die Wiener Polizei würde über jemanden wie mich nur lachen. *grinsundaugenzwinker* Der Fahrgast, gab dem Polizisten €20,-, ich gab dem Polizisten (auf dessen Vorschlag hin) €4,- Wechselgeld, die er dem Betrunkenen gab. Dann forderte der Polizist den Quärulanten auf, zu gehen, worauf dieser wieder wütend wurde und fragte, wie er denn jetzt heimkommen solle. Ich sagte ihm, dass er mit MIR sicher nicht mehr fahren würde. DAS bestätigte dem “Troublemaker” auch der Polizist. Er solle doch zu Fuß gehen, oder ein anderes Taxi rufen.
Als der ungemütliche Fahrgast die Wachstube verlassen hatte, gab mir der Polizist die €20,-, fragte mich nach dem Ablauf der Fahrt und nahm noch meine Daten auf. Ich bedanke mich und machte mich auf den Weg zum Taxi. Ich behielt die Umgebung im Auge für den Fall, dass der betrunkene Fahrgast noch in der Nähe ist. Auch verriegelte ich wieder die Türen des Taxis, nur für den Fall, dass er doch wieder auftauchen sollte. Was aber zum Glück nicht geschah.
Einmal in meiner Taxikarriere wollte ich mir nicht auf den Kopf sch…en lassen!
Sun 18 Nov 2007
Posted by Stefan under
TagebuchNo Comments
19:15 Uhr:
Ein gemütliches Wochenende geht dem Ende zu. Mein Geburtstag steht auch bald vor der Tür. Gestern hatte ich ein paar Freunde zu Besuch. Ich hab uns leckere Steaks vom Rinderfilet mit Kartoffel- und Chinakohlsalat gemacht. Danach gab es von meinem Besuch selbst gemachten Marmorgugelhupf und Kaffee. Einen leckeren Rotwein (Grauvernatsch, kann ich nur empfehlen!) gab es auch zum Essen. Meine beiden Kater, Charlie und Gismo, wollten natürlich auch was von dem leckeren Rindfleisch abhaben.
Ich hab meinen rechten Zeigefinger in das Blut, das noch vom rohen Rinderfilet gelaufen is, getaucht und Charlie vor die Schnauze gehalten. Der wollte gleich den halben Finger haben!
Bei einer lockeren Unterhaltung ist dann auch der Abend ins Land gezogen und meine Besucher verließen mich gesättigt und bedankten sich für das tolle Essen. Danke an dieser Stelle für all die Mitbringsel!
Heute, Sonntag, hat es leicht geschneit. Allerdings nicht viel, es ist nichts liegen geblieben. Kurzzeitig war die Landschaft etwas angezuckert. Auch heute hatte ich Besuch. Ein Freund aus Seeboden kam auf ein leckeres Stak vorbei (ich habe extra mehr Fleisch eingekauft, damit ich noch ein paar mal Steaks bruzzeln kann
).
Immer wieder hab ich zwischenzeitlich mit meinen beiden Jungs gespielt und gekuschelt. Die beiden Katerchen haben ja ein soo kuscheliges Fell und riechen so angenehm, solang man nicht ihre Schnauzen vor der eigenen Nase hat.
Jetzt lasse ich den Sonntag abend mit Eishockey im Radio, bissl Internet surfen und einem hoffentlich interessanten Abendprogramm im Fernsehen (ansonsten nehm ich halt ein Buch zur Hand) ausklingen.
Wed 14 Nov 2007
Posted by Stefan under
Taxidriver[5] Comments
19:25 Uhr:
Den heutigen Arbeitstag würde ich in die Kategorie “ok” einreihen. Er fing zwar nicht so toll an, entwickelte sich aber zusehends passabel.
Gleich als erstes in aller Früh überholte mich in der Stadt in einer 50er-Zone ein Auto. Meine Geschwindigkeit? - 50! Da konnte ich nicht umhin, meinem Unmut ob des ungebührlichen Verhaltens dieses Verkehrsteilnehmers mittels lautstarkem Hupen und Lichthupe Ausdruck zu verleihen. Worauf mein Kontrahent begann, mich auszubremsen. Zu allem Überfluss stellte selbiger auch noch sein Fahrzeug am Taxistandplatz beim Bahnhof ab, um kurz in der dort befindlichen Trafik zu verschwinden.
Später erfuhr ich, dass mich die kleine Unachtsamkeit vom Vortag (Unfall mit einem anderen Taxi, nit viel passiert) wahrscheinlich um eine Lohnerhöhung gebracht hat.
Seit circa eineinhalb Monaten befindet sich der Taxistand “Bahnhof” in der Bahnhofstrasse, in einer ehemaligen Kurzparkzone. Und noch immer stellen Lenker ihre Privatfahrzeuge dort ab. Heute hab ich eine Lenkerin, die dort rückwärts einparken wollte, nicht gelassen, in dem ich hinter ihr stehen blieb und ihr mit einer “Nein”-Bewegung meiner Hand zu verstehen gab, dass sie hier nicht parken darf. Der Dank dafür war ein Mittelfinger und kurzes Reifenquietschen. Immer wieder kommt es in der Bahnhofstrasse vor, dass anstelle der Taxis private PKWs stehen. Und die Anzahl der Strafzettel (Danke an die Group4!) steigt stetig. *ggg*
Eine meiner Fahrten am frühen Nachmittag war ein regelrechter Spießroutenlauf. Es war um eine Uhrzeit, zu der jede Menge Schulkinder Unterrichtsende hatten. Noch dazu war ein paar ampeln in einem größeren, stark befahrenen Kreuzungsbereicht, wegen Wartungsarbeiten ausgeschalten. Jetzt stelle man sich das Verkehrschaos vor! Als ich zu besagter Kreuzung kam, sah ich links am Straßenrand beim Zebrastreifen zwei Schulkinder stehen. Aber nicht dass man glaubt, jetzt wäre irgendwer stehen geblieben. Ich war der einzige, der das tat. Da aber die Kinder wegen der Rücksichgtslosigkeit der anderen Verkehrsteilnehmer die Strasse nicht überqueren konnten, fuhr ich auch weiter. Kurz darauf, ich durchfuhr eine Schulzone, blieb vor mir eine Autofahrerin mitten in der Spur stehen und blinkte rechts. Auf der anderen Strßenseite warteten Eltern in ihren autos auf den Nachwuchs. Gegenverkehr, kaum ein Durchkommen. Als das Auto vor mir langsam anfuhr, kam von links ein Mädchen daher, dass zu dem Auto wollte. Verunsichert wegen der Verkehrssituation blieb es kurz stehen, machte wieder einen Schritt, blieb stehen. Ich musste mich auf drei (!) Seiten gleichzeitig konzentrieren, da ich auch noch Gegenverkehr hatte. Und bei beiden Situationen weit und breit keine Polizei.
Sun 11 Nov 2007
Posted by Stefan under
Tagebuch[2] Comments
07:35 Uhr:
Hab heute frei und bin trotzdem schon so früh auf. Irgendwas stimmt da nicht. *g*
Werde später mit einer Gruppe vom Alpenverein auf die Gerlitze fahren und zur Steinwenderhütte gehen. Dort bekommen wir dann, falls wir das Ziel jemals erreichen (es hat bestimmt geschneit, dort oben und ist verdammt kalt) *g*, Kaffee und Kuchen.
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18:45 Uhr:
Seit heute um 11:11 ist wieder Faschingszeit! LEILEI! *ggg*
Ich hab mich auch gleich wie ein Narr verhalten und bin an einem freien Sonntag auf einen Berg gegangen. *scherz* Oben hat uns eine schöne Winterlandschaft empfangen. In der Hütte, zu der wir uns aufmachten, wurden wir mit Kaffee, Apfelstrudel und Torten verköstigt. Auch kam ich um meine erste Schneeball-Auseinandersetzung nicht herum. *ggg* Hat Spass gemacht, Wetter war auch schön und es war gar nicht so kalt.
Tue 6 Nov 2007
Posted by Stefan under
TagebuchNo Comments
21:25 Uhr:
Das war heute definitiv mein letzter Urlaubstag. ab Morgen heißt es wieder früh aufstehen. Für drei Tage, dann is Wochenende! *ggg*
Habe den heutigen Tag zum Großteil in Graz zugebracht. Hatte einen Termin an der Uniklinik, wegen meinem Sodbrennen. Das Gespräch ergab, dass ich eine Operation nicht ausschließen sollte, jedoch vorher die Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung ausreizen solle. Sprich: Dosireung erhöhen.
Auf der Hinfahrt nahm ich von Villach nach Klagenfurt den Zug und stieg dann in den ÖBB Citybus um. Gleich bei meiner ersten Fahrt hatte ich einen Spitzenplatz. Im Obergeschoss direkt über dem Fahrer. Ein eigenartiges Gefühl, die Strecke über die Autobahn, die ich ja schon oft in einem PKW hinter mich gebracht habe, von dort oben zu erleben. Zum Glück hatten wir den Zwischenstop in Wolfsberg. Dort konnte ich endlich dem natürlichsten Bedürfnis eines Menschen nachgehen, dass mich auf der Fahrt von Klagenfurt eingeholt hatte. *g*
In Graz angekommen kaufte ich eine Fahrkarte für die Straßenbahn und stieg ohne warten zu müssen in die Straßenbahn ein, die mich in Richtung Universitätsklinik brachte. Einfach toll, so nahtlose Verbindungen! Auf dem Rückweg machte ich einen kleinen Spaziergang vom Jakominiplatz, über die Herrengasse zum Hauptplatz. Dort genehmigte ich mir eine Kaffe zum Mitnehmen, der zu meiner Freude recht günstig ausfiel. Am Bahnhof angekommen holte ich im Supermarkt, der in den Bahnhof integriert ist, was zu essen und zu trinken. Dann ging es mit dem Reginal Expresszug nach Bruck/Mur, umsteigen in einen Inter City und ab nach Hause.
Alles in allem ein gelungener Tag.
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