Taxidriver


18:56 Uhr:

Aus und vorbei. Das wars. Mein letzter aktiver Tag als Taxifahrer liegt hinter mir.
Angefangen hat er ein wenig turbulent. Zwei Kunden im Zentrum aufgenommen, zu einem Gasthaus am Stadtrand gefahren, dort sind zwei weitere zugestiegen, die ersten zwei sind bei einem Tanzstadl um die Ecke raus und zwei weitere wieder zugestiegen. Die mittleren zwei sind ein paar Kilometer außerhalb der Stadt ausgestiegen und die letzteren zwei bei einer Frühbar im Zentrum. Zurück am Standplatz hatte ich gleich einen Einsteiger der auswärts fuhr.

Die letzte Fahrt hatte ich mit Stammkunden von mir, die immer gerne mit mir gefahren sind und stets voll des Lobes waren. Natürlich waren sie zuerst etwas traurig, als sie hörten, dass ich aufhöre.

Einerseits ist es schade, wenn ich an bestimmte Kunden denke, mit denen ich gerne zu tun hatte. Andererseits möchte ich nicht ewig so weitermachen. Viele Stunden, vergleichsweise wenig Lohn (trotz ständiger Gefahr im Straßenverkehr und großer Verantwortung beim Personentransport).

05:25 Uhr:

Mein vorletzter Tag. Morgen beende ich meine zweite “Karriere” als Taxifahrer. Nicht ganz drei Jahre (Ende Februar wären es drei geworden) bin ich mit den Leuten durch die Gegend gefahren. Morgen noch einmal früh aufstehen und mich hinter das Lenkrad setzten.

18:35 Uhr:

Wiedermal war es eine Schicht, in der am Morgen und am Vormittag am meisten los war. Bis zum Nachmittag ebbte das Geschäft völlig ab.
Gleich in der Früh hatte ich einen betrunkenen Einsteiger, der nach Hause fahren wollte, um Geld zu holen. Da ich natürlich vorsichtiger geworden bin, entschloss ich mich, mit ihm zu seiner Wohnung zu gehen. Er ließ mich auch hinein und stellte mir gleich seinen Perserkater vor. :) Nachdem er bezahlt hatte, sollte ich ihn wieder in die Stadt bringen. Alles tadellos gelaufen.

Am Vormittag brachte ich einen Kunden ins Zentrum, zum Marktplatz. Er wollte dort sein Auto holen, das er am Vorabend brav stehen gelassen hatte, da er in der Stadt unterwegs war. Als “Dank” dafür hatte man sein Fahrzeug abgeschleppt, da dort, wo er es geparkt hatte, jeden Samstag vormittag ein Markt statt findet. Meine Kundschaft hatte aber darauf vergessen.

Gegen Ende der Schicht, es war bereits 17 Uhr durch, torkelte der Betrunkene von in der Früh daher. :) Er ließ sich wieder nach Hause chauffieren, holte wieder Geld und ich brachte ihn noch zu einem Lokal in seiner Nähe. :)

“Höhepunkt” und sogenannter “Rausreißer” aber war eine Fahrt nach Klagenfurt, bei der ich einen Eimer Flüssigschokolade (Couvertüre) überbringen sollte.

18:59 Uhr:

Angefangen hat der heutige Tag ganz gut. Bis Mittag 100 km gefahren, aber danach ist das Geshäft ordentlich abgeflaut. Am Nachmittag war nicht viel los, trotz des Regens. Die zweite Hälfte der Schicht zog sich dadurch etwas in die Länge.

Wie vor zwei Wochen, bin ich auch heute gleich in der Früh, mit der zweiten Fahrt, nach Bodensdorf gekommen. Ich habe mir überlegt, die Kundaschaft, einen Türsteher, zu bitten, die Fahrt gleich zu bezahlen. Aber irgendwie wollte ich ihm nicht zu nahe treten, deshalb beließ ich es bei Smalltalk.

18:36 Uhr:

Ein ganz passabler Arbeitstag liegt hinter mir. In der Früh eine bestellte Fahrt zum Faaker See gehabt, am Nachmittag eine Standfahrt nach Velden. Beim Kreisverkehr bei der Autobahnabfahrt Velden West sahen wir von Weitem Blaulichter aufblitzen. Beim Näherkommen erkannten wir, dass ein Verkehrsteilnehmer, der von der Autobahn abgefahren ist, wohl die Kurve nicht mehr bekommen hat (wir hatten heute ein feutes Herbstwetter). Er hat seinen Kleinwagen ordentlich demoliert (Frontschaden), in dem er bei der Einfahrt in den Kreisverkehr gerade ausgerutscht ist (Annahme des Verfassersd dieses Artikels ;) ). Es waren ein Polizei- und ein Ambulanzwagen vor Ort. Beim “Eintritt” in die begrünte “Nabe” des Kreisverkehrs hatte er den Bordstein aufgerissen, anschließend beim “Durchpflügen” des Rasens ein paar Frontteile seines Wagens liegen gelassen.

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